„Über Schutzgebiete wurde ohne Ergebnis debattiert und andere Bedrohungen wurden erst gar nicht thematisiert“, so Homes. Weder sei eine internationale Meldepflicht für Schiffskollisionen beschlossen worden, noch hätten die Staaten zur Lärmbelastung der Ozeane, dem Abbau von Bodenschätzen oder der Beifang-Problematik auch nur gesprochen. Wer den Walschutz effektiv voranbringen wolle, der müsse nach Lösungen jenseits der IWC suchen, so die abschließende Beurteilung des WWF. Genau diesen Weg werde man jetzt verstärken. So kündige der WWF etwa an, sich weiter gegen die geplanten Öl- und Gasförderungsprojekte Russlands vor Sachalin, wo eine letzte Grauwalpopulation von etwa 130 Tieren lebt, zu stemmen. Auch beim Thema Beifang werde man jetzt auf europäischer und internationaler Ebene den politischen Druck verstärken. Im Fokus des WWF ist hier die anstehende EU-Fischereireform, in der ein wirksames Rückwurfverbot von Beifang verankert werden müsse.
- 17.07.11 - Artikel empfehlen ...

