Noch strenger als diese Vorgaben sind die Qualitätsanforderungen der Bioverbände wie Demeter, Bioland oder Naturland. Landwirtschaftliche Betriebe, die nach Verbandsrichtlinien produzieren wollen, müssen komplett auf bio umstellen. Eine Teilumstellung wie bei EU-Bio-Betrieben ist nicht möglich. Bei den Anbauverbänden steht die naturnahe, ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt. Daher ist beispielsweise die Zahl der Nutztiere, die pro Hektar Land gehalten werden dürfen, deutlich stärker begrenzt als in der Öko-Verordnung. Diese flächengebundene Tierhaltung verringert die Umweltbelastung durch anfallenden Dung und ermöglicht es den Landwirten, einen Großteil des Futters am eigenen Hof zu produzieren. Der Mehraufwand bei Erzeugung und Verarbeitung spiegelt sich auch im Preisniveau wider: Verbands-Bio ist meist teurer als EU-Bio. Wer preisbewusst einkaufen möchte, sollte gezielt Angebote vergleichen, so der Rat von Ernährungsexpertin Danitschek. Weitere Informationen der Verbraucherzentralen zu Biolebensmitteln sind im Internet zu finden unter www.allesoeko.net.
- 20.02.11 - Artikel empfehlen ...

