Die Obduktionen bestätigten somit die ersten Vermutungen der Todesermittler. Demnach wurde die 18-Jährige erwürgt. Zwei Stiche in den Oberkörper, hätten unabhängig davon auch zum Tod geführt. Der 54-Jährige strangulierte sich im Schlafzimmer, in das er die 18-Jährige verbracht hatte.
Beamte der Polizeiinspektion Oberviechtach waren am 19.10.2010, gegen 10.30 Uhr, nach dem gewaltsamen Öffnen der Wohnung, auf die beiden Toten gestoßen. In der Folge übernahm die Kriminalpolizeiinspektion Amberg unter federführender Absprache mit der Staatsanwaltschaft Amberg die weiteren Ermittlungen zu den Geschehensumständen.
Der genaue Todeszeitpunkt kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht präzisiert werden. Letztmals lebend gesehen wurde die 18-Jährige am 18.10.2010, gegen 17.00 Uhr, von ihrem Vater. Von dort verabschiedete sie sich mit der Ankündigung, sich um ihr Reitpferd kümmern zu wollen.
Aus den Erkenntnissen der Spurensicherung am Tatort ist davon auszugehen, dass sich das Tatgeschehen in mehreren Räumen der Wohnung, wie Bad und Schlafzimmer, zugetragen hat
Die junge Frau hatte in der vergangenen Woche die zwei Jahre gemeinsam genutzte Wohnung verlassen und sich seither bei ihrem Vater im Lk. Schwandorf aufgehalten. Der endgültige Auszug sollte in den kommenden Tagen vonstatten gehen. Hierin dürfte auch das Motiv für die Tötung und dem anschließenden Suizid liegen.
Der getrennt lebende Mann, dessen Ehefrau in Sachsen wohnhaft ist, war als Waldarbeiter tätig und wohnte geraume Zeit schon im Landkreis Schwandorf mit allerdings wechselnden Wohnsitzen.
Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg wird in den Folgetagen mit der Tatortbeweissicherung, der Befragungen der Hausbewohner, von denen man sich Erkenntnisse zur Präzisierung der Tatzeit erhofft, aber natürlich auch der Vernehmung der Angehörigen und dem sozialen Umfeld der Getöteten befasst sein. Die Ermittlungen zur Aufhellung der Gesamtumstände dauern an.
- 20.10.10 - Artikel empfehlen ...

