In der Zeit von 31.12.2011, 22.30 Uhr, bis 01.01.2012, 07.00 Uhr, gingen in der Einsatzzentrale Oberpfalz in Regensburg ca. 300 Notrufe ein. Daraus resultierten ca. 130 Einsätze, in denen sich die Beamten mit den Folgen der Silvesterfeierlichkeiten auseinander zu setzen hatten. Es handelte sich vornehmlich um Körperverletzungsdelikte, Streitereien und randalierende Personen sowie Sachbeschädigungen und Ruhestörungen. Aber auch um verletzte oder hilflosen Personen mussten sich die Beamten kümmern. Der Großteil der Einsätze erfolgte nach Mitternacht bzw. in den frühen Morgenstunden.
Stadt und Landkreis Regensburg
Im Stadtgebiet Regensburg feierten um Mitternacht etwa 3.000 Personen auf den Straßen im Altstadtbereich. Den Schwerpunkt bildeten hier die Thundorfer- und Keplerstraße. Von der Nibelungenbrücke aus beobachteten etwa 400 Menschen das Feuerwerk. An der Eisernen Brücke fanden sich etwa 700 Personen ein. Hier wurde der Fahrverkehr um 23.50 Uhr eingestellt. Nach Reinigung der Fahrbahn wurde die Sperre um 01.15 Uhr wieder aufgehoben.
Dabei kam es zu folgenden Zwischenfällen:
Zwei Personen wurden durch herumfliegende Gegenstände leicht am Kopf verletzt. Ein stark alkoholisierter 16-Jähriger wurde noch vor Mitternacht in Gewahrsam genommen und seinen Eltern übergeben. Eine Anzeige wegen Beleidigung gegen Polizeibeamte wurde aufgenommen. Im Rahmen der Sachbearbeitung wurden beim Beschuldigten geringe Mengen Betäubungsmittel aufgefunden. Weiterhin wurde eine Anzeige nach dem Sprenggstoffgesetz bearbeitet. Zwei Beamte der Bereitschaftspolizei wurden verletzt, als an einer Absperrung vor ihnen ein sog. “Tschechenböller” gezündet wurde. Die Beamten begaben sich nach Einsatzende in ärztliche Behandlung.
Im weiteren Verlauf der Nacht wurden bei Schlägereien sechs Personen so schwer verletzt, dass sie zur Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten.
Zehn Personen waren infolge Alkoholisierung hilflos und in bisher vier Fällen wurden beschädigte Postkästen oder Mülleimer gemeldet.
Landkreis Cham
Am 01.01.2012, gegen 01.00 Uhr, zündete ein Unbekannter in der Bahnhofstraße in Roßbach bisher unbekannte Sprengmittel in einer Telefonzelle, die dadurch komplett zerstört wurde. Die Trümmer verteilten sich hier in einem Umkreis von 10 Metern. Nach Angaben von Zeugen soll die Druckwelle noch in 50 m Entfernung zu spüren gewesen sein. Der Sachschaden beträgt ca. 10.000 Euro.
In diesem Fall übernehmen Experten des Bayer. Landeskriminalamtes die Ermittlungen.
Stadt Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach
Hier verliefen die Feierlichkeiten im Großen und Ganzen friedlich. Dennoch gab es einige Körperverletzungsdelikte, bei denen eine Person aufgrund der erlittenen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden ist.
Zwei Personen waren infolge Alkoholisierung hilflos. Bis jetzt wurde ein beschädigter Postkasten gemeldet.
Stadt und Landkreis Schwandorf
Die Stadt Schwandorf hatte zu einer Silvesterfeier auf dem Marktplatz eingeladen, die ca. 500 Personen besuchten. Neben einer Sachbeschädigung, bei der ein Unbekannter mit einer Sektflasche eine Fensterscheibe eingeschlagen hatte, wurde noch eine Körperverletzung registriert. Einer amtbekannten Person, gegen die im Vorfeld ein “Hausverbot” ausgesprochen worden war, wurde ein Platzverweis erteilt.
Ansonsten verlief die Veranstaltung, die gegen 02.00 Uhr beendet war, störungsfrei.
Stadt Weiden i.d.Opf. und Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Auch hier kam es zu etwa einem Dutzend Schlägereien, bei der eine Person zur ärztlichen Behandlung in eine Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Zwei Personen waren infolge Alkoholisierung hilflos und mussten ärztlich versorgt werden. Zudem geriet ein Mülleimer in Brand.
Die PI Eschenbach i.d.Opf. hatte zwei Veranstaltungen zu betreuen:
Im Stadtgebiet Grafenwöhr wurde seitens der Stadt im Bereich Schulstraße/Kolpingstraße und Stadthalle eine Veranstaltung abgehalten. Hier fanden sich bis zu 800 Personen ein. Zu Zwischenfällen kam es nicht.
Eine zweite Veranstaltung fand am Karlsplatz in Eschenbach i.d.OPf. statt. Es feierten hier rund 250 Personen den Jahreswechsel.
Dabei warf gegen 00.30 Uhr ein bislang unbekannter Täter aus einer Menschenmenge heraus einen Silvesterkracher, der unmittelbar vor dem Kopf eines 17-jährigen Veranstaltungsbesucher detonierte. Hierbei zog sich der Jugendliche schwere Augenverletzungen zu und wurde vom Rettungsdienst zu einem Augenarzt gebracht.
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