Nach Ergebnissen des Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung, nahmen im Jahr 2009 bei den Frauen in Bayern die Dienstleistungsberufe mit Abstand den ersten Platz in der Rangliste aller Berufsbereiche ein. So waren im letzten Jahr von den 2,85 Millionen erwerbstätigen Frauen 84 Prozent oder 2,41 Millionen in Dienstleistungsberufen beschäftigt. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 1999 noch 81 Prozent. Am häufigsten übten Frauen im letzten Jahr einen Organisations-, Verwaltungs- oder Büroberuf aus (751 000). In Sozial- und Erziehungsberufen waren 353 000 Frauen tätig, als Warenkaufleute 335 000 und im Gesundheitsbereich 312 000. Lediglich jede elfte Frau hatte einen Fertigungsberuf und rund jede fünfzigste Frau einen technischen Beruf.
Mit einem Anteil von rund 45 Prozent aller Erwerbstätigen konnten die berufstätigen Frauen ihre Position am Arbeitsmarkt weiter stärken (44 Prozent im Jahr 1999). Über zwei Drittel (68 Prozent) der weiblichen Erwerbstätigen arbeiteten in einem Angestelltenverhältnis, 18 Prozent waren als Arbeiterinnen beschäftigt, jede zehnte Frau war selbständig oder als mithelfende Familienangehörige tätig und rund 4 Prozent waren Beamtinnen. Dagegen waren nur 46 Prozent der Männer angestellt. Knapp ein Drittel der erwerbstätigen Männer war als Arbeiter tätig und 16 Prozent übten eine selbständige Tätigkeit aus bzw. zählten zu den mithelfenden Familienangehörigen. Rund 6 Prozent befanden sich in einem Beamtenverhältnis.
Von den 3,43 Millionen erwerbstätigen Männern im Freistaat war im letzten Jahr nur jeder zweite in einem Dienstleistungsberuf tätig. Die meisten Männer (548 000) übten hier entsprechend den Frauen einen Organisations-, Verwaltungs- oder Büroberuf aus. Weitere 304 000 waren in Verkehrsberufen tätig sowie 189 000 als Warenkaufleute und 171 000 in Ordnungs- oder Sicherheitsberufen. Rund jeder dritte erwerbstätige Mann ging einem Fertigungsberuf nach. Hier dominierten die Metall-, Maschinenbau- und verwandten Berufe (345 000). Jeder neunte Mann bestritt den Lebensunterhalt durch Ausübung eines technischen Berufes.
- 15.08.10 - Artikel empfehlen ...

