"Die Menschen in der Oberpfalz interessieren sich sehr für gesunde Lebensweise und Vorbeugung", weiß TK-Gesundheitsexperte Matthias Geschke. Drei Viertel der Befragten gaben an, sie hätten starkes Interesse an diesen Themen. Das ist der höchste Wert aller Regierungsbezirke. Bayernweit sind es rund zehn Prozent weniger. Das schlägt sich auch in der Zahl der Arztbesuche nieder. So gab etwa jeder zweite Oberpfälzer an, in den letzten 12 Monaten mindestens drei Mal beim Arzt gewesen zu sein. Im restlichen Freistaat sagen das 62 Prozent. Mit 72 beziehungsweise 69 Prozent liegen hier die Mittelfranken und Niederbayern ganz vorne.
Wenn die Menschen zwischen Regensburg und Weiden zum Arzt gehen, dann sind sie sehr selbstbewusst. Nur jeder Zwanzigste fühlt sich im Gespräch mit dem Mediziner unsicher. In allen anderen Regierungsbezirken sind es deutlich mehr. Bayernweit ist es sogar jeder Neunte. "Das liegt sicher auch daran, dass sich acht von zehn Oberpfälzer vor dem Arztbesuch die Fragen genau überlegen", meint Geschke. Genauso viele sehen sich in der Lage wichtige Informationen über ihre Behandlung zu beschaffen.
Laut dem TK-Experten werde das Thema Patientenkompetenz in unserem Gesundheitssystem bisher deutlich unterschätzt: "Informierte und kompetente Patienten tragen wesentlich dazu bei, fehlende Therapietreue oder falsche Medikamenteneinnahme zu reduzieren. Das senkt auch die Behandlungskosten."
Um Patienten im Umgang mit Medizinern den Rücken zu stärken, bietet die TK die neue Verbraucherbroschüre "Kompetent als Patient – Gut informiert entscheiden" kostenlos in jeder TK-Geschäftsstelle an. Sie steht auch unter www.tk.de/lv-bayern zum Herunterladen bereit.
Für die repräsentative Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK im Sommer dieses Jahres 1.004 Personen in den sieben bayerischen Regierungsbezirken befragt.
Hier die Werte der einzelnen Regierungsbezirke zur Frage:
Befinden Sie sich aufgrund einer chronischen Erkrankung in regelmäßiger ärztlicher Behandlung?
Ja sagten in
Oberpfalz:28 Prozent
Mittelfranken:28 Prozent
Oberbayern:32 Prozent
Oberfranken:33 Prozent
Schwaben:34 Prozent
Niederbayern:35 Prozent
Unterfranken:36 Prozent
Bayern gesamt:32 Prozent
- 8.11.10 - Artikel empfehlen ...



